Pilze

Pilze – « Psilos » « Magic Mushrooms » « Zauberpilze »
Psychoaktive Pilze, das heißt, Pilze die das Bewusstsein und die Wahrnehmung verändern, wachsen fast auf der ganzen Welt. Seit einigen Jahren werden auch in Deutschland (wieder) vermehrt psychoaktive Pilze konsumiert. Auch auf Parties werden Pilze eingenommen.

Substanz
Psychoaktive Pilze zählen zu den ältesten Drogen der Menschheit und wurden schon von den Urvölkern zumeist bei spirituellen Zeremonien verwendet.
Die psychoaktiven Wirkstoffe von Magic Mushrooms sind Psilocybin und Psilocin. Wobei im Körper ersterer Wirkstoff in letzteren umgewandelt wird. Der Wirkstoffgehalt unterliegt starken Schwankungen abhängig von Pilzart und Stamm. Bei getrockneten Pilzen liegt er zwischen 0,1% und 2% (Trockengewicht).
Der in Europa weit verbreitetste psychoaktive Pilz ist der spitzkegelige Kahlkopf (Psilocybe Semilanceata), der in der Natur zwischen August und November wächst. Auf dem Schwarzmarkt werden aber auch tropische und subtropische Pilzarten gehandelt.

Seit 1971 sind in der Bundesrepublik psychoaktive Pilze illegal, d.h. der Anbau, Besitz und Handel ist strafbar. Obwohl der Konsum nach dem BtMG nicht strafbar ist, sind alle Handlungen unter Strafe gesetzt, die der Anreicherung bzw. Konservierung (das Trocknen der Pilze) oder der sonstigen Verarbeitung der psychoaktiven Pilze dienen. Es ist jedoch nach dem Gesetz möglich, daß beim Besitz einer « geringeren Menge » zum Eigenbedarf (in der Rechtspraxis: ca. 40-60 mg Psilocybin) von einer Bestrafung abgesehen werden kann.

Wirkung
Die Wirkung ist sehr unterschiedlich in Abhängigkeit von der Dosis, der aktuellen Situation in der die Pilze eingenommen werden (Party, zu Hause etc), deiner seelischer Verfassung (wie du grad drauf bist).
Außerdem wirken Pilze aus bisher ungeklärten Gründen von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Z.B. haben einige Leute bei den üblichen Dosierungen optische Wahrnehmungsveränderungen, einige nicht. Die übliche Dosis liegt bei 10-20 mg Psilocybin. Die Dosierung ist generell schwierig. Wer beabsichtigen sollte diese Droge zu konsumieren, sollte sich langsam an die für sich angenehme Dosis herantasten, die Wirkung bleibt trotzdem schwer berechenbar.
Die Wirkung beginnt in der Regel nach ca. 20-30 Minuten und hat sich meist nach einer Stunde voll entfaltet (bei vollem Magen später). Generell besteht die Wirkung darin, dass sich das Erleben intensiviert und verändert. Z.B. verändert sich das Körpergefühl und die Motorik, z.B. kann sich ein Wärmegefühl einstellen. Wahrnehmung, Gefühle, Gedanken, Ideen, Gedächtnis, Bewertungen können sich in nahezu jede denkbare Richtung verändern. Gesteigerte Gefühle des Liebens und Geliebtwerdens z.B. können genauso eintreten, wie das Gefühl des Isoliertseins oder Ängste. Gesteigertes Bedürfnis nach Kommunikation, und Gefühle der Begeisterung für irgendeine Idee sind häufig. Illusionen können auftreten, oder verschwinden. Die Wirkung klingt sanft aus.

Unterschiede zu LSD:

deutlich kürzere Wirkzeit (der Trip wird « steuerbarer »)
geringere Gefahr, schlecht drauf zu kommen. « Horrortrips »- können aber auch vorkommen.
abrupte Stimmungsschwankungen kommen bei Zauberpilzen vergleichsweise selten vor.

Risiken /Nebenwirkungen
Kurzzeitnebenwirkung
Physisch: Zu Beginn der Drogenwirkung können Herzrasen, veränderter Blutdruck, Schweißausbrüche und eine erhöhte Körpertemperatur auftreten. Andere körperliche Reaktionen können sein: Übelkeit, Kopfweh, Kältegefühl, Schwindel, Atembeschwerden, Gleichgewichtsstörungen. Einigen Quellen zufolge können die Wehen oder gar Fehlgeburten, sowie die Periode ausgelöst werden.
Psychische Kurzzeitnebenwirkungen können Kontakt- Realitätsverlust, Wahnvorstellungen, Horrortrips, Illusionen oder Verwirrung sein.

Langzeitnebenwirkung
Der Konsum psychoaktiver Pilze belastet die Leber, das fällt aber nur bei häufigem Konsum; Lebererkrankungen oder beim zusätzlichen Konsum anderer leberbelastender Substanzen z.B. best. Medikamente oder Alkohol ins Gewicht.
Es können Persönlichkeitsveränderungen auftreten. (sowohl zum Guten als auch zum Schlechten, aber das ist ja auch Ansichtssache)
Bei einer Anfälligkeit für psychische Erkrankungen könnte der Trip eine Psychose auslösen, wie groß diese Gefahr ist, ist umstritten.

Wechselwirkungen
Wechselwirkungen beim gleichzeitigen Konsum von Pilzen und anderen Substanzen sind bisher kaum erforscht aber anzunehmen! Safer Use

Wenn du zu viele aktuelle Konflikte oder Probleme hast, ist es absolut ratsam, auf den « Trip » zu verzichten.
Bei psychischen Erkrankungen auf keinen Fall Pilze konsumieren!!
Du solltest Psilos nicht konsumieren, wenn du schlecht drauf bist, wenn du dich unwohl fühlst, wenn du Angst vor der Wirkung dieser Pilze hast, oder dich in unsicherer oder unangenehmer Umgebung befindest!
Einen « Pilztrip » solltest du nicht allein unternehmen, sondern zusammen mit Menschen, denen du vertraust!
Mischkonsum mit anderen Substanzen, wie XTC/ Speed besser unterlassen
Vor dem Pilzverzehr solltest du nur leichte Nahrung einnehmen!
Niedrig dosieren! Für jede Droge gilt: Erst antesten!
Der Pilztrip sollte ein Ausnahmeerlebnis sein!. Es ist wichtig, Konsumpausen einzuhalten!
Auf gar keinen Fall bei Schwangerschaft einnehmen (Siehe Kurzzeitnebenwirkungen)
Niemals im Straßenverkehr einnehmen.
Pilze sollten auf nüchternen Magen eingenommen werden, sonst kann Übelkeit auftreten.
Pilzsammler müssen über große Sachkenntnis verfügen, da es auch giftige Pilze gibt die, dem psilocybinhaltigen Pilz ähneln.

Diese Regeln sollten nicht als Aufforderung zum Pilzkonsum missverstanden werden, Jeder Konsum von psychoaktiven Pilzen birgt Risiken. Informationen helfen die Risiken besser einzuschätzen. Ausschließen kann man sie nie.

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